Nacherzählungen

Eine gute Nacherzählung setzt zunächst das gute Lesen/Hören und Verstehen der Geschichte voraus. Meist ist nicht der genaue Wortlaut wichtig sondern der Sinn. Mittels eigenen Worten lässt sich leichter eine Geschichte nacherzählen als wenn man sich krampfhaft Wort für Wort einprägt oder gar auswendig lernt. Generell gilt: Niemals am Sinn einer Geschichte etwas ändern, es darf nichts wichtiges weggelassen und nichts dazu gedichtet werden!

Nacherzählen sollte man eine Geschichte vom Aufbau her so gestalten:

  1. Die richtige Einleitung - enorm wichtig, denn damit "fängt" man den Zuhörer. Darauf achten dass man Wann? Wer? Wo? beantwortet
  2. Den Höhepunkt sollte man gut verpacken in den Hauptteil der Story. Hier darf nichts weggelassen werden, ruhig etwas ausführlicher erzählen.
  3. Das Ende sollte klar verständlich und sinnvoll sein

Den Inhalt sollte man in verständliche Erzählschritte gliedern. Immer, wenn andere Personen/Tiere handeln und/oder die Zeit und/oder der Ort wechseln und/oder ein neues Ereignis eintritt, beginnt ein neuer Erzählschritt. Kapitel eignen sich dazu am Besten. Es sollte darauf geachtet werden, dass verschiedene Satzanfänge benutzt werden. Treffende Wörter und vollständige Sätze sollte man sich bei einer Nacherzählung unbedingt überlegen. Von Vorteil ist, wenn die Sätze nicht immer gleich gebaut sind.

Eine Nacherzählung sollte immer in der Vergangenheit (Präteritum) erzählt werden. Der Erzähler sollte neben der eigenen Formulierung und der Bewahrung des Sinns auf eine spannende und lebendige Erzählweise achten um die Zuhörer zu fesseln.

 

Arten der Nacherzählungen

  1. Erlebnisnacherzählung (handelt immer von EINEM wahren Ereignis, das nacherzählt wird)
  2. Bildgeschichten (Nacherzählung eines Bildes oder einer Bildfolge)
  3. Fantasiegeschichten (ähnlich Erlebniserzählung, nur basierend auf einer erfundenen Geschichte.